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ReCup – Das Ende der Einwegbecher

Ein alltägliches Phänomen: Auf dem Weg zur Schule oder zur Arbeit wird beim Bäcker der morgendliche Kaffee mit auf den Weg genommen. Was mit dem Becher passiert? Natürlich landet er im Müll! Diesem Problem des Einwegbechersystems versucht ReCup, das Startup des Jahres 2018 laut Gruender.de, Einhalt zu gebieten. Aber kann dieses System auch Eingang in den Alltag finden?

Langfristig gesehen, ja. Jährlich werden 2,8 Milliarden Einwegbecher produziert und ver-braucht. Den negativen Einfluss unserer alltäglichen Begleiter auf die Umwelt, sind wir uns oftmals nicht bewusst. Denn die Produktion verursacht u.a. einen Kohlenstoffdioxid-Ausstoß von 111.000 t, 43 000 gefällte Bäume und 1,5 Milliarden Liter Wasserverbrauch. 

Außerdem ist die Innenseite mit Kunststoff beschichtet, was ein Recycling fast unmöglich macht und bei der Entsorgung zu einer enormen Ressourcenverschwendung führt. Um dem Ganzen Einhalt zu gewähren, hat ReCup als erstes Unternehmen ein flächendeckendes Mehrwegbecher-Pfandsystem für Coffee-to-go entwickelt. 

Doch wie genau funktioniert ReCup? Gegen 1 € Pfand erhält man künftig an bundesweit 2 000 Standorten seinen Kaffee in einem ReCup Becher. Zur Auswahl stehen dabei drei ver-schiedene Größen (von 0,2 l bis 0,4 l), deren Motive abhängig vom Standort unterschiedlich gestaltet sind. 

Außerdem können leere Becher bundesweit an allen ReCup-Standorten abgegeben werden, um das Pfand zurückzuerhalten. Durch die Reinigung vor Ort, können die Becher direkt für den nächsten Kunden bereitgestellt werden.

Durch ReCup hat das Thema Ressourcenverbrauch durch Coffee-to-go Einwegbecher stark an Aufmerksamkeit gewonnen. Bereits jetzt konnte das Pfandsystem in vielen Städten realisiert werden, Ziel ist dabei eine bundesweite Etablierung. ReCup hat zudem im Januar 2019 in Durban (Südafrika) seinen ersten internationalen Ableger gestartet.

Die Stadt Braunschweig ist noch nicht dabei...



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